Über SOMA

Die SOMA-Idee ist so einfach wie genial: Lebensmittel werden gerettet und können von Menschen mit niedrigem Einkommen zu symbolischen Preisen erworben werden.

SOMA Österreich & Partner retten seit mehr als 20 Jahren Lebensmittel, unterstützen Menschen mit niedrigem Einkommen und erzeugen so gesellschaftlichen Mehrwert.

So funktionieren die SOMA Sozialmärkte
Handel und Industrie liefern oder stellen ihre Produkte zur Verfügung, die noch zum Konsum geeignet sind (ausgenommen sind Alkohol und Zigaretten), aber nicht mehr in den Verkauf von Supermärkten gelangen – z.B. wegen leichter Verpackungsschäden, Fehletikettierungen, auf Grund von Überproduktion oder weil die Restlaufzeit für den Handel zu kurz ist. Diese Unternehmen ersparen sich Lager- sowie hohe Entsorgungskosten und unterstützen gleichzeitig sozial bedürftige Menschen. Die Waren werden Menschen, die an der Armutsgrenze oder darunter leben, in den SOMA Märkten zu symbolischen Preisen angeboten. Es werden ausschließlich kostenlos zur Verfügung gestellte Waren angeboten und keine Produkte zugekauft – um nicht mit Handel & Industrie in Konkurrenz zu treten. Im Zuge einer Sozialberatung wird anhand des Einkommens die Bedürftigkeit festgestellt und der SOMA-Einkaufspass ausgestellt.

In den SOMA-Sozialmärkten willkommen: Senioren/innen mit kleiner Pension.

Lebensqualität nachhaltig verbessern
Menschen mit geringem Einkommen haben die Chance, sich finanzielle Handlungsspielräume zu schaffen, die die Lebensqualität nachhaltig verbessern – das bei SOMA eingesparte Geld fließt in den Handel zurück, die Kaufkraft wird gestärkt. Derzeit betreuen 40 SOMA Märkte rund 100.000 Kunden/innen in nahezu allen Bundesländern Österreichs. Alle Mitglieder von SOMA Österreich & Partner sind gemeinnützige Vereine oder Gesellschaften. Wir haben klare Richtlinien betreffend Preisgestaltung und Lebensmittelhygiene. Im Verantwortungsbereich des einzelnen Partnermarktes gibt es eine Eingangs-Qualitätskontrolle der Produkte sowie eine laufende Kontrolle im Geschäft. Ein weiterer Schwerpunkt der SOMA-Idee ist die Qualifikation von Langzeiterwerbslosen im Einzelhandel. Nach erfolgter Schulung in den Bereichen Warenannahme, Lager, Regalbetreuung, Thekenverkauf und Kasse, ist es das Ziel, diese im Einzelhandel in den 1. Arbeitsmarkt zu reintegrieren. Zusätzlich bilden einzelne Partnerbetriebe Lehrlinge an ihren Standorten aus.

In den SOMA-Sozialmärkten willkommen: Alleinerzieher/innen.

Eine ausgezeichnete Idee
Das Projekt SOMA-Sozialmärkte war von Beginn an, der 1999 in Linz erfolgte, höchst erfolgreich und hat inzwischen zahlreiche Auszeichnungen erhalten – vom „Preis der Menschlichkeit“ über den „Familienoscar“ und die „SozialMarie“ bis hin zum „Preis der Wirtschaft“. Der Dachverband „SOMA Österreich & Partner“ bietet zahlreiche organisatorische Vorteile: Unternehmen, die Produkte zur Verfügung stellen, haben nur mehr einen einzigen Ansprechpartner, der für alle SOMA-Märkte Österreichs zuständig ist. Eine im Hintergrund laufende Logistik ermöglicht es, die Waren kurzfristig von unseren Partnerbetrieben abzuholen und auf die einzelnen Mitgliedsmärkte aufzuteilen. Für Gebiete, wo das Einzugsgebiet so groß ist, dass die Kunden/innen eine weite oder komplizierte Anreise hätten, wurde eine neue Idee realisiert – nämlich der mobile SOMA-Markt, der auch zu Menschen unterwegs ist, die keine Möglichkeit haben, an einen unserer Standorte zu kommen. Um auch in Zukunft dem steigenden Bedarf und Aufwand erfolgreich nachkommen zu können, ist der gemeinnützige Verein stets bemüht, weitere Partner und Förderer zu finden.

In den SOMA-Sozialmärkten willkommen: Studenten/innen mit niedrigem Einkommen.

SROI Studie über den Mehrwert der SOMA-Sozialmärkte
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Sozialmärkte im Jahr 2018 präsentierte das Kompetenzzentrum für Non-Profit-Organisationen der Wirtschaftsuniversität Wien im Frühjahr 2019 eine aktuelle „Social Return on Investment (SROI)“-Studie: „Der Gesellschaftliche Mehrwert von Sozialmärkten von SOMA Österreich & Partner“. Diese dokumentiert, dass jeder in einen SOMA Österreich Sozialmarkt investierte Euro einen gesellschaftlichen Mehrwert von € 8,47 schafft. „Die Studienergebnisse zeigen beeindruckend, wie wirkungsvoll die Sozialmärkte von Soma Österreich & Partner arbeiten und wie wertvoll ihr Beitrag für den gesellschaftlichen Mehrwert ist“, sagt Dr. Christian Schober, wissenschaftlicher Leiter am Kompetenzzentrum für Non-Profit-Organisationen der WU Wien. Rund 28.900 Kunden/innen kauften im Jahr 2018 regelmäßig in diesen Sozialmärkten ein. Die Kunden/innen profitierten dabei mit einem Anteil von 76,9 Prozent an den Gesamtauswirkungen. In Euro bewertet, entspricht dies 73,482.844 Euro. Die Vorteile waren nicht nur finanzielle Einsparungen, sondern auch eine bessere Lebensqualität sowie eine psychische Entlastung, die sich aus einem größeren finanziellen Handlungsspielraum und flexibleren Einkaufsmöglichkeiten ergab. Der zweitgrößte Profit entstand mit einem monetarisierten gesellschaftlichen Mehrwert in Höhe von 6.331.013 Euro (6,6 Prozent) bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen der Sozialmärkte. Im Jahr 2018 engagierten sich 494 Personen freiwillig in den 28 untersuchten Sozialmärkten. Schließlich gab es mit einem Anteil von 5,8 Prozent an den Gesamtwirkungen den drittgrößten Nutzen für die Umwelt. Durch eine geringere Entsorgung von Lebensmitteln müssen diese weniger produziert werden. Das führte zu weniger Treibhausgasen, einer geringeren Landnutzung in der Agrarwirtschaft und einem niedrigeren Grundwasserverbrauch. Monetär bewertet liegt dieser Nutzen bei 5.086.668 Euro.

In den SOMA-Sozialmärkten willkommen: Menschen mit Migrationshintergrund.